NEWS - April 2022
Bayern | Jetzt ist es offiziell: Die Wiesn 2022 findet statt

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Die Entscheidung ist nun offiziell gefallen: Die Wiesn 2022 findet statt. Alle Infos dazu haben wir hier für euch.

Die Wiesn 2022 findet statt. Das hat Oberbürgermeister Reiter am 29.April 2022 verkündet. Das Fest soll vom 12. September bis zum 03. Oktober gehen. Es soll keine Zugangsbeschränkungen geben.

Bayern | Sturz aus dem dritten Stock: Kleinkind in Rosenheim ums Leben gekommen

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In Rosenheim in Oberbayern ist ein Kleinkind aus dem Fenster gefallen und verstorben. Hier lest ihr, was passiert ist.

Im oberbayerischen Rosenheim ist am 27. April 2022 ein kleines Kind ums Leben gekommen.

Aus einem Mehrfamilienhaus gestürzt

Gegen 11:30 Uhr sei das Kleinkind laut Polizei aus dem Fenster einer Wohnung im dritten Stock gestürzt. Ein Notarzt habe vor Ort erste Hilfe geleistet und das Kleinkind reanimiert. Es sei sofort in eine Klinik eingeliefert worden, dort sei es aber wenig später an den Verletzungen gestorben.

Wie genau es zu dem Sturz kommen konnte, ist aktuell noch unklar. Auch zum Alter des Kindes macht die Polizei keine Angaben. Die Kriminalpolizei Rosenheim ermittelt jetzt, wie es zu dem Fall gekommen ist.

Bayern | FC Bayern München zum zehnten Mal in Serie deutscher Fußball Meister

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Das Team von Trainer Julian Nagelsmann gewann am Samstag 3:1 (2:0) gegen Borussia Dortmund und sicherte vorzeitig den insgesamt 32. Meistertitel.

Der FC Bayern München ist zum zehnten Mal nacheinander deutscher Fußball-Meister.

Das Team von Trainer Julian Nagelsmann gewann am Samstag 3:1 (2:0) gegen Borussia Dortmund und sicherte vorzeitig den insgesamt 32. Meistertitel. Die Münchner sind bei zwölf Punkten Vorsprung auf die Westfalen drei Spieltage vor Saisonende nicht mehr vom Spitzenplatz zu verdrängen.

Der deutsche Rekordmeister hält damit nun auch den alleinigen Rekord für die längste Titelserie in den fünf Top-Ligen Europas. Serge Gnabry (15. Minute), Robert Lewandowski (34.) und Jamal Musiala (83.) erzielten die Bayern-Tore vor 75 000 Zuschauern in der Allianz Arena. Für den BVB sorgte Emre Can (52.) per Foulelfmeter nur für den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer.

Bayern | Brotzeit verboten? Biergarten bricht mit uralter Tradition

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Brotzeit im Biergarten – typisch bayerisch. Bei uns ist es Tradition, dass in den Biergärten eigenes Essen mitgebracht werden darf. Doch damit bricht jetzt ein Wirt aus München: In seinem Biergarten sind mitgebrachte Speisen nicht erwünscht. Was es damit auf sich hat.

„Der Verzehr von selbst mitgebrachten Speisen und Getränken ist untersagt.“

Das steht seit Kurzem auf einem Schild vor einem Biergarten in Freising bei München.

Grund für das Schild ist laut dem Biergarten-Betreiber das Ausnutzen der Tradition. Einige Gäste hätten es übertrieben und seien mit Braten und Knödel in Wärmeboxen angerückt, hätten Buffets an mehreren Tischen aufgebaut, sich Pizzen liefern lassen oder sogar einen Grill mitgebracht.

Trotz des Schildes darf eine kleine Brotzeit mit einem Stück Käse, Aufschnitt, Brot oder ein paar Radieserl laut dem Wirt weiter mitgebracht und auch gerne im Biergarten gegessen werden.

Alte Tradition

Seit dem 19. Jahrhundert darf in bayerischen Biergärten die eigene Brotzeit mitgenommen und gegessen werden. Damals wurde das Bier vor allem am Isarhochufer gelagert. Viele Wirte hatten nur das Schankrecht – und damit die Leute das Bier besser vertrugen, durften sie ihre eigenen Speisen mitnehmen.

Bayerische Biergartenverordnung

Heute regelt die bayerische Biergartenverordnung, dass in echten Biergärten eigene Brotzeiten verzehrt werden dürfen. Die Voraussetzung dafür: Es handelt sich um einen echten Bier- und nicht um einen Wirtsgarten. Kriterien dafür sind zum Beispiel ein großer "Garten" mit großen, alten Bäumen und unbefestigtem Boden sowie Selbstbedienung.

Bayern | Messerstecherei am Nürnberger Volksfest: Jetzt werden Zeugen gesucht

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Am Mittwoch, den 20.04.2022, ist es bei einer Auseinandersetzung auf dem Nürnberger Volksfest zu einer Messerstecherei zwischen drei Männern gekommen. Die Polizei sucht jetzt Zeugen.

Das Nürnberger Volksfest ist für die Veranstalter zufriedenstellend gestartet und bisher ruhig verlaufen. Doch am Mittwoch, den 20.04.2022, kam es gegen 20.30 Uhr vor einem Festzelt des Volksfestes zu einem Streit zwischen einem 22-jähriger Mann und zwei weiteren Männern im Alter von 19 und 27 Jahren.

Messerstecherei

Die Streitigkeit entwickelte sich zu einer handfesten Auseinandersetzung, in der der 22-Jährige die anderen beiden beteiligten Männer nach bisherigem Ermittlungsstand mit einem Messer verletzte. Hinzugerufenen Polizeibeamten gelang es, den Angriff zu stoppen und den 22-Jährigen unter heftiger Gegenwehr zu Boden zu bringen und zu fesseln. Sie stellten auch das Tatmesser sicher.

Zwei Beteiligte und ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes verletzt

Der 27-jährige Mann erlitt leichte Stichverletzungen, die ambulant versorgt wurden. Der 19-Jährige wurde durch Schnitte und Stiche derart schwer verletzt, dass er im Krankenhaus versorgt werden musste. Zudem erlitt ein Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes, der den Streit schlichten wollte, leichte Schnittverletzungen an den Händen.

Zeugen gesucht

Wer hat den Vorfall am Volksfest gesehen oder etwas mitbekommen?

Das zuständige Fachkommissariat der Nürnberger Kriminalpolizei hat nun die weiteren Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben, sich mit der Polizei unter der Telefonnummer (0911) 2112-3333 in Verbindung zu setzen.

Bayern | Frau will auf Autobahn wenden: Geisterfahrt durch andere Verkehrsteilnehmer verhindert

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Eine Autofahrerin hat versucht, auf der Autobahn 45 bei Aschaffenburg zu wenden. Fast wäre sie zur Geisterfahrerin geworden. Wie genau sie aufgehalten wurde, lest ihr hier.

Auf der Autobahn 45 auf Höhe des unterfränkischen Karlstein am Main haben Autofahrer nur knapp eine Geisterfahrerfahrt verhindert.

Als eine Fahrerin aus noch unbekannten Gründen versuchte, zu wenden und in die gegengesetzte Richtung zu fahren, reagierten die übrigen Verkehrsteilnehmer sofort.

Autofahrer blockieren die Autobahn

Sie blockierten die Autobahn mit ihren Autos und verhinderten so, dass die Frau in die falsche Richtung weiterfahren konnte. Sie stoppten die lebensgefährliche Geisterfahrt, bevor sie überhaupt beginnen konnte. Als die Frau bemerkte, dass sie so nicht weiterfahren konnte, wendete sie erneut und fuhr in die richtige Richtung weiter und verließ schließlich kurze Zeit später die Autobahn.

Die Polizei konnte die Frau später ausfindig machen. Noch ist nicht klar, ob sie bewusst zur Falschfahrerin werden wollte oder ob es andere Gründe für die Entscheidung gab.

Bayern | Geplante Lauterbach-Entführung: Waffenlager in Bayern entdeckt

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Pistolen, Munition, Wurfaxt, Reichsflagge: Im Haus von einem Mann aus dem Landkreis Landshut wurde ein Waffenlager gefunden. Der Mann soll mit einer extremistischen Gruppe geplant haben, den Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach zu entführen.

Eine Gruppe aus "Reichsbürgern", "Querdenkern" und Verschwörungstheoretikern soll die Entführung von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und einen Umsturz der Bundesregierung geplant haben. Jetzt wurde das Haus eines Verdächtigen aus Bayern durchsucht.

Dabei haben die Ermittler ein "regelrechtes Waffenlager" sowie Nazi-Gegenstände gefunden. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann aus dem niederbayerischen Kreis Landshut sich aktiv an den geplanten staatsfeindlichen Aktionen beteiligen und Waffen einsetzen oder beschaffen wollte.

Waffen, Reichsflaggen und Verschwörungsmythen

In seinem Haus hätten überall Schusswaffen und Teile von Schusswaffen herumgelegen, berichtet die Generalstaatsanwaltschaft. Darunter seien eine Kiste mit Munition, viele Pistolen und Messer, Langwaffen, Pfeile, eine Armbrust und eine Schnellfeuerarmbrust sowie eine Wurfaxt gewesen.

Im Haus fanden die Ermittler auch die Uniform mit den SS-Runen sowie eine Reichsflagge, Fotos mit Reichsflaggen und fünf neue, leere Benzinkanister. Auch Bücher, in denen es um Verschwörungen gegen Deutschland gehe, seien entdeckt worden.

Entführung und Sprengstoffanschläge geplant

Die Beschuldigten Männer sollen neben der Entführung von Karl Lauterbach auch Sprengstoffanschläge in Deutschland geplant haben. Den Ermittlern zufolge hätten sie die Bevölkerung damit in Angst und Schrecken versetzen und das angestrebte Chaos nutzen wollen, um die Macht in Deutschland zu übernehmen.

Extremisten tauschten sich in Chatgruppe aus

Aktuell sitzen vier beschuldigte Männer in Untersuchungshaft, sie haben sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert. Ihnen werden die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat und Verstöße gegen das Waffen- und Kriegswaffenkontrollgesetz vorgeworfen. Nach Einschätzung der Ermittler handelt es sich bei den Beschuldigten um sogenannte "Reichsbürger", Gegner der Corona-Politik und Verschwörungstheoretiker.

Die Extremisten tauschten sich in einer Chatgruppe aus. Sie nannten sich nach Angaben der Ermittler "Vereinte Patrioten", zuweilen aber auch "Deutschland Tag X", oder gaben sich weitere Namen. Zu der Gruppierung sollen etwa 70 Mitglieder zählen.

Bayern | Nie mehr coronabedingte Absagen von Volksfesten und Weihnachtsmärkten?

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Das Frühjahrsvolksfest in Würzburg, das Volksfest Nürnberg, der Plärrer in Augsburg – nach zwei Jahren Pause finden in diesem Jahr wieder Volksfeste statt. Jetzt äußert sich Bayerns Wirtschaftsminister Aiwanger im Antenne Bayern Interview deutlich zu den Absagen.

Seit Mitte März dürfen die Volksfeste wieder stattfinden. Seit Karsamstag läuft das zweitgrößte bayerische Volksfest in Nürnberg, seit Ostersonntag der Augsburger Plärrer. Neben den Schaustellern und Besuchern sind auch viele Politiker im Freistaat glücklich über den Start.

Aiwanger fordert: Keine Absagen mehr

Zu den Absagen der letzten beiden Jahre bezieht Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger jetzt im Interview mit Antenne Bayern beim Besuch des Augsburger Plärrers klar Stellung:

„Wir sollten in diesem Jahr auf alle Fälle auch die Weihnachts- und Christkindlesmärkte abhalten und nicht im Oktober oder November wieder alles canceln, nur weil die Zahlen steigen. (…) Jetzt die Zeit nutzen, das Gesundheitssystem zu stärken und im Herbst und Winter wieder die Feste feiern wie in den Jahren vor Corona."

Neben den aktuell laufenden Volksfesten gibt es beispielsweise auch schon für das Gäubodenfest in Straubing, das im August stattfinden soll, grünes Licht.

Grünes Licht für das Oktoberfest?

Eine Frage ist aber noch offen: Wie schaut es mit dem Münchner Oktoberfest 2022, dem größten Volksfest der Welt aus? Darüber berät Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) aktuell mit Fachleuten. Eine Entscheidung zur Wiesn soll demnach bis Ende April fallen.

Bayern | Sie hatten nur Turnschuhe an: Tödlicher Absturz eines Ehepaares an der Zugspitze

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Vielerorts hat sich am Wochenende im Freistaat wieder die Sonne gezeigt. Doch in höheren Lagen in den Bergen liegt nach wie vor Schnee. Das macht viele Wanderrouten für unerfahrene Wanderer ohne entsprechende Ausrüstung extrem gefährlich. Ein Ehepaar aus Sachsen-Anhalt hat eine solche Tour an der Zugspitze nicht überlebt.

In höheren Lagen in den bayerischen Bergen liegt noch Schnee. Wer darauf nicht vorbereitet ist, kann schnell Probleme bekommen. So auch ein Ehepaar (55 und 60 Jahre alt) aus Sachsen-Anhalt. Sie hatten eine Tour von Grainau aus an der Zugspitze durch das Höllental zum Osterfelderkopf geplant und sind dafür vermutlich am Mittwoch, den 13.04.22, aufgebrochen.

Nach Wanderung nicht in Ferienwohnung zurückgekehrt

Nachdem sie mehrere Tage nicht mehr in ihrer Ferienwohnung auftauchten, wurden sie am Karsamstag, den 16.04.22, durch die Vermieterin ihrer Ferienwohnung bei der Polizei Garmisch-Partenkirchen als vermisst gemeldet. Mithilfe eines Polizeihubschraubers konnten am Abend zwei leblose Personen unterhalb des Wegabschnittes zwischen Knappenhäusern und dem Hupfleitenjoch festgestellt werden. Am Ostersonntag wurden die Leichen von der Alpinen Einsatzgruppe geborgen.

Falsche Ausrüstung wurde dem Paar zum Verhängnis

Da der nordseitige Wegabschnitt zwischen Höllentalangerhütte und Hupfleitenjoch komplett verschneit war, kam es vermutlich hier zum Absturz von beiden Personen. Ein Sprecher der Polizei dazu:

"Das ist sehr alpines Gelände, in dem es auch steil runtergeht, für solche Touren braucht man gescheite Wanderschuhe."

Da die 55-Jährige und der 60-jährige Turnschuhe trugen und auch die restliche Ausrüstung für eine derartige Wanderung völlig unzureichend war, geht die Polizei von einem Unglück ohne Fremdbeteiligung aus.

Bayern | In Teilen Bayerns wird das Grundwasser knapp

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Der wenige Schnee im Winter und der trockene Frühling haben schon jetzt Auswirkungen auf die bayerischen Grundwasserstände. Erste Gemeinden im Freistaat melden Wasserknappheit. Was das bedeutet.

Das Grundwasser in Bayern liegt dem Bayerischen Landesamt für Umwelt zufolge häufig sehr niedrig oder zu niedrig. Besonders in Südbayern sind die Folgen des trockenen Winters schon zu erkennen.

Normalerweise füllen sich die Wasserstände des Grundwassers im Winterhalbjahr wieder an, doch in diesem Jahr haben einige Gemeinden in Bayern schon jetzt Probleme durch den niederschlagsarmen Winter und Frühling. Erste Gemeinden leiden jetzt - schon lange vor dem Sommer - an Wasserknappheit.

Diese Gemeinde muss bereits Wasser sparen

In der Gemeinde Hurlach im Landkreis Landsberg am Lech beispielsweise hat Bürgermeister Andreas Glatz einen Brief mit der Bitte, alle sollen jetzt Wasser sparen, an die Bürger verschickt. Alle 2.000 Einwohnerinnen und Einwohner in Hurlach haben von ihrem Bürgermeister vorsorglich Tipps zum Wassersparen bekommen: Die Spartaste bei der Toilettenspülung drücken, Geschirrspüler und Waschmaschinen vollständig beladen, zum Gießen im Garten Regenwasser benutzen.

Brunnen im öffentlichen Raum abgestellt

Auch die öffentlichen Brunnen hat Bürgermeister Glatz nun vorsorglich abgestellt. Noch ist das Grundwasser in der Gegend zwar nicht aufgebraucht, aber der Pegel in den Grundwasserquellen ist dieses Jahr besonders niedrig. Deshalb müsse die Gemeinde jetzt schon Wasser über die Stadtwerke Landsberg zukaufen, so der Bürgermeister.

Wasser müsste im Frühjahr Höchststand haben

Peter Fritsch, stellvertretender Leiter der Abteilung für Grundwasserschutz, ist erschrocken, wie in einigen Gemeinden in Bayern die Wassermenge zurückgegangen ist - wo sie eigentlich jetzt ihren Höchststand erreichen müsste.

Wasserversorgung in Bayern insgesamt gesichert

Bayerns Wasserversorgung ist laut Umweltministerium und Landesamt für Umwelt zwar insgesamt gesichert. Dennoch seien die Folgen des Klimawandels zu spüren: 63 Prozent aller bayerischen Messstellen, die das oberflächennahe Grundwasser kontrollieren, weisen derzeit niedrige oder sehr niedrige Wasserstände auf. Das ist auch für das Landesamt für Umwelt eine außergewöhnliche Situation. Deshalb werden derzeit die bayerischen Wasserversorgungsstrukturen geprüft. Ziel ist eine Versorgungssicherheit bis zum Jahr 2050. Zusätzlich soll in der Bevölkerung weiter das Bewusstsein dafür gestärkt werden, Wasser zu sparen.

Bayern | Bunker in Bayern: Gibt es genug Schutzräume im Freistaat?

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Wie steht es um die Schutzräume in Deutschland? Und wie viele Bunker für den Ernstfall gibt es konkret in Bayern? Angesichts des Ukraine-Krieges will das Bundesinnenministerium eine Inventur starten.

Rund 2.000 öffentliche Bunkeranlagen gab es zur Zeit des Kalten Krieges in Deutschland. Doch wie sieht es heute mit den Schutzräumen aus? Gibt es genug Anlagen in Bayern?

Rückbau der Schutzräume seit über 10 Jahren

Viele erhaltene Bunker, gerade auch aus dem Zweiten Weltkrieg, sind inzwischen in Wohn- oder Kulturraum umgebaut. 2007 hatte die Bundesregierung jegliche Schutzräume aufgegeben. Der Rückbau der Schutzräume findet seit 2008 statt.

Bundesinnenministerium prüft Reaktivierung

Angesichts des Ukraine-Krieges will das Bundesinnenministerium nun eine Inventur starten. Rund 500 der deutschen Bunkerräume lagen offenbar in Bayern. Für Andreas Kling, Berater für Bevölkerungsschutz, könnte ein Teil der aufgelassenen Schutzanlagen "mit wenig Aufwand wieder zu richtig funktionierenden Schutzmöglichkeiten umgebaut werden". Nach ersten Schätzungen dürften in ganz Deutschland allerdings nur noch etwa 600 reaktivierbar sein.

Schutz eher in Kellerräumen

Für eine Ausweitung an Schutzräumen kann auch das U-Bahnnetz eine Fluchtmöglichkeit bieten, so das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Ebenso würden Tiefgaragen bei einem Raketenangriff als Schutzräume dienen sowie Kellerräume - vorausgesetzt sie sind in Massivbauweise und befinden sich vollständig unterhalb der Erdoberfläche. Dann bieten auch diese ähnlich wie ein Bunker einen guten Grundschutz vor:

• einer Explosionsdruckwelle
• dem sehr gefährlichen Trümmer- und Splitterflug
• herabfallenden Trümmern sowie
• (bedingt) vor radioaktiver Umgebungs-Strahlung, wobei der Schutz umso besser ist, je massiver und dicker das Baumaterial und das diese umgebende Erdreich sind.

Im absoluten Notfall könnten auch Treppenhäuser oder innenliegende Räume, die zwar oberirdisch sind, aber keine Öffnungen nach außen haben (z.B. keine Fenster oder Glasfronten), noch einen deutlichen Schutz vor Waffeneinwirkungen bieten.

Derzeit gibt es laut Bundesinnenministerium keine Planungen zur Vorbereitung auf einen möglichen Angriff. Alle Anstrengungen beziehen sich rein auf die Koordination und Unterstützung der Geflüchteten, sowie der humanitären Unterstützung in der Ukraine.

Bayern | Schwerer Autounfall: Zwei junge Menschen sterben

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Auf der A9 hat sich am vergangenen Sonntag ein tödlicher Verkehrsunfall ereignet. Zwei junge Menschen sind bei dem Unfall gestorben. Ein weiterer Autofahrer wurde schwer verletzt. Die A9 war über Stunden gesperrt. Alles Wichtige lest ihr hier.

Bei einem Unfall auf der A9 zwischen Hof und Bayreuth sind zwei junge Menschen gestorben. Dies teilt das Polizeipräsidium Oberfranken am Sonntagabend in einer Pressemitteilung mit.

Unfallursache noch ungeklärt

Ein 56 Jahre alter Autofahrer war auf der A9 in Richtung Norden unterwegs. Den Angaben nach ist er aus bisher ungeklärten Gründen ins Schleudern geraten und gegen das Auto der beiden Opfer geprallt. Beide Fahrzeuge wurden über die Autobahn geschleudert, bevor sie an der Mittelschutzplanke zum Stehen kamen und Feuer fingen. Ersthelfer konnten den 56-Jährigen noch aus dem brennenden Wagen holen. Beide Fahrzeuge brannten komplett aus. Für die Dauer der Unfallaufnahme wurde die A9 in Richtung Norden komplett gesperrt.

Zwei Menschen sterben bei Unfall

Der 56-Jährige wurde dabei am Sonntagabend schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte. Die beiden Insassen des anderen Autos starben in den vollständig ausgebrannten Fahrzeugwracks, die von den umliegenden Feuerwehren gelöscht wurden. Nach ersten Erkenntnissen handele es sich bei den Toten um einen 18-Jährigen und eine 17-Jährige aus Sachsen-Anhalt.

Ermittlungen laufen

Eine Staatsanwältin aus Bayreuth verschaffte sich vor Ort ein Bild vom Unfallgeschehen und beauftragte einen Sachverständigen, der die Beamten der Hofer Verkehrspolizei bei der Klärung des Unfallhergangs unterstützt. Insgesamt rund 90 Einsatzkräfte der umliegenden Feuerwehren, des Rettungsdienstes, des Technischen Hilfswerks, der Autobahnmeisterei sowie Seelsorger unterstützten die Polizei an der Unfallstelle. Bei dem Verkehrsunfall entstand ein Gesamtsachschaden von geschätzten 50.000 Euro.

Bayern | Kommt die Wiesn 2022? Das ist der Stand

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Dürfen Menschen ausgelassene Feste feiern, während in anderen Ländern Kriege sind und Menschen leiden? Das Münchner Oktoberfest ist in der Debatte. Wir haben für euch den aktuellen Stand zusammengefasst.

Eigentlich soll es am 17. September 2022 "O’zapft is!" heißen, doch was genau ist der aktuelle Stand?

Wird die Wiesn wieder abgesagt?

Die aktuelle Diskussion über die Wiesn 2022 beruht auch auf einer Äußerung des Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). Ist es moralisch vertretbar, ausgiebig zu feiern, während Krieg in Europa herrscht und Menschen sterben? Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) sagte nach einem bewegenden Auftritt des Kiewer Bürgermeisters Vitali Klitschko per Live-Schalte im Münchner Stadtrat, dass es für ihn persönlich schwer vorstellbar sei, zu feiern, Bier zu trinken und Karussell zu fahren, wenn gleichzeitig in der Partnerstadt und dem ganzen Land der Ukraine so großes Leid herrsche.

Wiesn-Wirte und Chef anderer Meinung

Der Münchner Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner sieht das Oktoberfest dagegen als Ausdruck bayerischer Kultur. Die Wiesn solle laut Baumgärtner nicht trotz, sondern gerade wegen des Krieges stattfinden. Eine Oktoberfest-Absage sei genau das Ziel, das Kreml-Chef Wladimir Putin erreichen möchte. Dann wäre die westliche Kultur durch seinen Krieg beeinträchtigt. Die große Mehrheit der Wiesn-Wirte ist ebenfalls weiterhin für ein Oktoberfest 2022.

"Unser Oktoberfest ist ein Fest des Friedens und der Völkerverständigung. Gerade in diesen Zeiten ist es besonders wichtig, damit ein Zeichen gegen den Krieg zu setzen",

so äußerten sich Wirte-Sprecher Peter Inselkammer und Christian Schottenhamel.

CSU und Grünen geben grünes Licht!

Auch Wiesn-Stadträtin Anja Berger (Grüne) werde täglich gefragt, ob sie glaube, dass es in diesem Jahr eine Wiesn gibt. Ihre Antwort sei "ein überzeugtes Ja!“ Auch wenn die Preiserhöhungen deutlich seien, dürfe das kein Grund sein, "das schönste Volksfest der Welt sozusagen vorauseilend zum dritten Mal abzusagen“, findet sie.

"Ich werde mich dafür einsetzen, dass die Preiserhöhungen im Rahmen bleiben, beispielsweise beim Bierpreis."

Die mehr als 200-jährige Oktoberfest-Tradition müsse unbedingt bewahrt werden, stellt die Fraktion von CSU und Freien Wählern fest. Den Menschen in der Ukraine sei nicht geholfen, "wenn jetzt aus reiner Symbolwirkung die Wiesn abgesagt wird“, findet die Fraktion.

Frühlingsfest findet statt - Zeichen für Wiesn?

Lange ging es hin und her, ob das Münchner Frühlingsfest angesichts hoher Corona-Zahlen und des Krieges in der Ukraine stattfinden kann. Im April sollen nach zwei Pandemie-Jahren wieder bei dem Volksfest Karussells drehen und Maßkrüge geschwenkt werden. Grundlage für die Entscheidung zum Frühlingsfest seien die gelockerten Vorgaben von Bundes- und Landesregierung zur Pandemie, sagte Baumgärtner.

"Für die Stadt München, ist es ein Wiedereinstieg in die Volksfestsaison und ein klares Signal für die Durchführung der Wiesn",

sagte Baumgärtner weiter.





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